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Token und Coins – Unser Geld ist digital geworden

Token und Coins – Blockchainbasierte Kryptowährungen sind für die einen das tägliche Brot, für die anderen ein Blatt mit sieben Siegeln

Es war eine rasante und interessante Geschichte, die man verfolgen konnte, als im letzten Jahrzehnt die erste Kryptowährung – Bitcoin (BTC) – ins öffentliche Bewusstsein rückte. Da gab es zum Beispiel irre Wertsteigerungen, die für manche verrückte Geschichte sorgten. Ob nun von der Person, die 1 BTC aus Spaß gekauft, und dann vergessen hat – und daraus später der Wert eines Mittelklassewagens geworden ist, oder von der anderen, die achtlos einen alten PC auf den Schrott getragen hat, auf dem Millionen von Dollar in einer Bitcoin-Wallet gespeichert waren. Natürlich durften die dunklen Geschäfte nicht fehlen, die im Geheimen und per Bitcoin abgewickelt wurden: Drogen, Waffen, illegale Pornografie und so weiter. Genauso selbstverständlich wurde in den Augen mancher jeder zum Kriminellen, der Bitcoin verwendete. Heute ist vieles davon ganz normales Business für die Einen, aber ein Mysterium sondergleichen für die Anderen.

Der Alltag im Krypto-Business

Das, wofür Bitcoin einst erfunden wurde, ist bis heute praktisch nirgends zu finden – denn die Kryptowährung sollte eigentlich eine Alternative zum Geld werden. Doch die Möglichkeit, in einen Laden zu gehen, Dinge einzukaufen, und mit Bitcoin zu bezahlen, gehört heute noch immer zu den absoluten Seltenheiten.

Bei Online-Geschäften (nicht nur bei den zwielichtigen) trifft man schon eher auf digitale Währungen – und da sind wir auch schon beim Thema. Die mit Abstand größten Bewegungen vollziehen nämlich die Kryptos durch Handel und Spekulation. Es sind inzwischen mehrere Tausend verschiedene Währungen geworden, die einem Trader zur Verfügung stehen. Während Bitcoin und Ethereum ziemlich träge geworden sind, gibt es bei anderen rasante Berg- und Talfahrten. Ende Mai zum Beispiel rieben sich aufmerksame Trader erst verwundert die Augen, dann begierig die Hände, nachdem innerhalb weniger Stunden der Token „DFI.Money“ (YFII) von 1279 auf 356 US-Dollar gefallen war. DFI.Money konnte schon im Juni für über 2000 Dollar verkauft werden. Diejenigen, die entsprechend günstig eingestiegen sind, konnten ihre Einlage in weniger als einem Monat verfünffachen, also über 400% Rendite einfahren. Selten ist so etwas übrigens nicht.

Der Hype um Smart Contracts

Alle diese digitalen Währungen sind in elektronischen Sicherheitsmechanismen verankert, und in den meisten Fällen ist dies eine Blockchain. Diese Verfahren bieten Schutz vor Manipulation. Neben dem Zahlungsverkehr wurden diese Mechanismen schnell auch für andere Zwecke genutzt. Eigentumsrechte, Verträge, digitale Güter – alles konnte per Blockchain und Verschlüsselung sicher und transparent verewigt werden. So entstanden Security Tokens, Utility Tokens und schließlich die non-fungible Tokens.

Tokens setzen immer auf einer vorhandenen Blockchain auf. Dabei ist derzeit die Ethereum-Blockchain führend. Im Jahr 2015 wurde auf dieser Blockchain ein standardisierter Token eingeführt, der ERC-20-Token. Mit diesen Token sind viele Dinge umsetzbar, die früher nur mit einem teuren Zwischenhändler, Notar oder Treuhänder möglich waren. Einfachstes Beispiel: A gibt ein Werk bei B in Auftrag. Beide kennen sich nicht. B fordert Vorauskasse und A bezahlt. A hat allerdings keine Sicherheit, dass B nicht mit dem Geld das Weite sucht. Andersherum hätte B keine Sicherheit, dass A nicht die Ware abnimmt, dann aber nicht bezahlt. Ein Smart Contract, der in einem Token verschlüsselt ist, kann beides automatisch regeln: die Übergabe des Gutes und die Bezahlung. Das bedeutet Sicherheit für beide Seiten. Win win.

Token

Abbildung 1: Der ERC-20-Token – wird oft mit dem Wert von Gold verglichen

Token ist nicht gleich Coin (kann aber)

Eine Coin ist immer ein Zahlungsmittel. Da aber ein Token ebenfalls Zahlungsmittel sein kann – wie beim Beispiel von DFI.Money oben – ist es noch keine klare Abgrenzung. Deshalb gilt: wenn eine Kryptowährung auf einer eigenen Blockchain läuft, ist es eine Coin. Im anderen Fall setzt sie auf eine bereits existierende Blockchain auf – dann ist es ein Token. Immer, wenn es um andere Themen geht, als einer Währung, dann ist es ohnehin ein Token.

Fazit: die Welt der digitalen Währungen ist faszinierend

Wir wollen, dass sich viele mit dem Thema auseinandersetzen, die jetzt noch fragend davorstehen. Deshalb gibt es hier auf unserem Blog auch immer mal wieder Beiträge. Wer noch tiefergehende Einblicke in die Welt der Finanz sucht, sollte einfach unseren Newsletter abonnieren.

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