stockjack

Wieso wir der Inflationsrate nicht trauen dürfen

Was uns als tatsächliche existierende Teuerung verkauft wird, stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein

Du hörst und liest derzeit viel über Inflation. Es wird von der höchsten Inflationsrate seit dem Krieg gesprochen, und viele andere Superlative bemüht. Auf die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass das Geld weniger wert ist denn je – da gibt es verschiedene Antworten. Die Einen behaupten, das sei gezielt so fabriziert worden, die Anderen nennen die Auseinandersetzungen in der Ukraine als Grund.

Inflation – so lernen wir in der Schule – entsteht, wenn es zu viel Geld, und zu wenig Güter gibt. Was ist also passiert? Die Regierungen haben in den letzten Jahren etliche Maßnahmen beschlossen, die einem Infektionsschutz dienen sollten. Unter diesen Maßnahmen hat die produzierende Industrie schwer gelitten, und leidet heute noch. Dass die Menge der hergestellten Waren am Boden ist, verwundert daher kaum. Und zu viel Geld wird ohnehin in Umlauf gebracht, das weiß ja schon fast jeder.

Schließlich zeigen uns die Preissteigerungen von Verbrauchsgütern und Lebensmittel, dass an der kolportierten Inflation im Lande etwas dran ist. Und wenn in der öffentlichen Presse von hoher Inflation die Rede ist, wenn das also zugegeben wird, dann ist es für den Insider meist klar, dass es eine versteckte Inflation gibt, die noch viel höher ist. Wenn Dich das Thema allgemein interessiert, dann lies dazu [hier] die vorhandenen Beiträge, oder besser noch: Abonniere unseren Insider-Newsletter.

Vielleicht fragst Du Dich, wie die Inflation eigentlich überhaupt gemessen wird. Wir können vorab sagen: die genannte Inflationsrate hat keine Bedeutung. Hier erklären wir, wieso.

Die Inflationsrate ist ein erdachtes Konstrukt

Der tatsächliche Wert einer Währung kann nicht durch den Vergleich mit anderen Währungen ermittelt werden, sondern er muss – idealerweise – exakt darstellen, was man lokal damit kaufen kann. In Deutschland dient dazu der sogenannte Warenkorb. Damit wird versucht, darzustellen, was der typische Bundesbürger innerhalb einer Periode zum Leben braucht. Dieses Bündel an Waren und Dienstleistungen würde bei Null-Inflation stets das Gleiche kosten. Der Prozentsatz, um den der Warenkorb von Jahr zu Jahr teurer wird, stellt die Inflationsrate dar. So weit, so einfach.

Inflationsrate

Abbildung 1: Obst und Gemüse – wesentlicher Teil eines jeden Warenkorbes

Um wirklich aussagekräftig zu sein, muss der Warenkorb standardisiert sein. Das ist er aber nicht. Neben der Menge einer Ware, die eingekauft wird, enthält der Warenkorb für jede Position eine Gewichtung. Diese Gewichtung wird von Zeit zu Zeit verändert. Leidet der Warenkorb zum Beispiel unter den regelmäßigen Erhöhungen der Tabaksteuer – was zum Anstieg der Inflationsrate führen würde – wird bei der Gewichtung verfügt, dass Rauchwaren heutzutage keine so wichtige Rolle mehr spielen. So kann die Inflationsrate künstlich gesenkt werden, ohne dass es jemandem auffällt.

Was auf uns zukommt

In den USA wird am dortigen Warenkorb, dem „Consumer Price Index“ noch heftiger frisiert. Wenn eine Ware dort zu heftig im Preis gestiegen ist, dann wird sie kurzerhand durch eine andere, billigere Ware ausgetauscht, von der behauptet wird, sie sei gleichwertig. Andere Daten, wie zum Beispiel Kosten für Miete, werden nicht real erhoben, sondern durch Schätzungen ermittelt. Diese Methoden werden auch nach Europa kommen, wenn sie nicht schon da sind. Du siehst also: Du liest immer nur die Zahl in der Zeitung, von der man will, dass Du sie glaubst.

Fazit: Wir müssen wachsam sein

Wenn uns die Presse eine Inflationsrate mitteilt, dann sollten wir einfach wissen, dass die tatsächliche Teuerung eher das Zwei- bis Dreifache dieser Zahl beträgt. Warum das so wichtig ist zu wissen, erfährst Du, wenn Du die anderen Artikel zum Thema Inflation liest.

Teilen Sie diesen Beitrag:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest

Ähnliche Beiträge

Aktuelle News

en_USEnglish